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FiNNHAUS                               Finnische Blockhäuser                   Thomas Weiß

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Wälder & Waldbewirtschaftung in Finnland

Prof. Dr. Jari Parviainen
Finnische Anstalt für Waldforschung METLA

Foto: Thomas Weiß, FiNNHAUS Urwald Auttiköngäs 2010

Nachhaltigkeit ist garantiert: Entnahmen geringer als Zuwachs

Im naturnahen Waldbau werden inmitten multifunktionaler Produktionswälder für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wichtige Kleinbiotope ausgespart und unberührt belassen. Die abgebildete Quelle ist von Hiebmaßnahmen ausgenommen. Die Ernte in den finnischen Wäldern erfolgt nach der sog. Sortimentsmethode, bei der die Stämme schon am Einschlagplatz entästet und dem Verwendungszweck gemäß abgelängt werden. Geäst und Wipfelteile bleiben im Wald zurück, sodass der Nährstoffkreislauf nicht abreißt. Unter bestimmten Bedingungen können Schwachholz und Wipfelteile zur Erzeugung von Energie verwertet werden. Dank der Ebenheit des Geländes und der weit verbreiteten Durchforstungspraxis eignet sich die Sortimentsmethode gut für die finnischen Verhältnisse. In Kanada und Russland hingegen verwendet man die Langholzmethode, bei der die gefällten Bäume komplett aus dem Wald zu Terminals gebracht und erst dort abgeläng werden.

Die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft ist in Finnland in der gesamten Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Gegenstand planmäßiger Entwicklung gewesen. Instrumente waren Forstplanung und nationale Waldprogramme. Unterstützt wurde die Verwirklichung der Nachhaltigkeit durch staatliche Maßnahmen, Gesetzgebung sowie durch eigene Aktivitäten und Kooperation der Waldbesitzer. Der Jahreszuwachs des Holzbestands lag in den zurückliegenden 40 Jahren um 20 - 30 % über dem Einschlagvolumen. Heute steht in den Wäldern mehr Holz als je zuvor in der 85-jährigen Geschichte des unabhängigen Finnlands, die Vorräte haben ein Volumen von mehr als 2000 Mio. Kubikmeter.

Beim Waldschutz steht Finnland an der Spitze Europas - von den produktiven Forstwirtschaftsgebieten sind nicht weniger als 3,6 % streng geschützt. Als streng geschützte Wälder bezeichnet man Gebiete, in denen forstwirtschaftliche Maßnahmen aller Art untersagt sind.

Auch dem Schutz und der Biodiversität der Wälder hat man in den zurückliegenden Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Fläche der geschützten Wälder hat sich dank zahlreicher Schutzprogramme und  -beschlüsse in den vergangenen 30 Jahren nahezu verdreifacht. Im Jahre 2000 standen 7,6 % der finnischen Waldfläche unter strengem Schutz und weitere 3 % unterlagen Einschränkungen bei der forstwirtschaftlichen Nutzung. Bei der Fläche wie auch beim Anteil der geschützten Wälder nimmt Finnland den Spitzenplatz in Europa ein. In Südfinnland sieht man noch Bedarf zur Ergänzung der existierenden Waldschutzflächen. Mit der Untersuchung dieses Fragekomplexes befasst sich zur Zeit eine aus Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen zusammengesetzte Arbeitsgruppe.